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Natriumlaurylsulfoacetat (SLSA) ist ein anionisches Tensid in Pulverform, das aus Fettalkoholen kokos- oder palmölbasierten Ursprungs gewonnen wird. Es wird als... ganze Beschreibung
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Natriumlaurylsulfoacetat (SLSA) ist ein anionisches Tensid in Pulverform, das aus Fettalkoholen kokos- oder palmölbasierten Ursprungs gewonnen wird. Es wird als weißes bis leicht cremefarbenes Pulver geliefert, das sich gut in Wasser löst und in Formulierungen in erster Linie die Funktion eines Schaumbildners und reinigenden Tensids erfüllt. Im Vergleich zum verwandten SLS (Natriumlaurylsulfat) besitzt es ein größeres Molekül, dringt daher weniger in die Haut ein und hat ein milderes Irritationspotenzial — es wird üblicherweise als schonendere Alternative für Formulierungen mit erhöhten Anforderungen an die Verträglichkeit angegeben.
Die wichtigste praktische Eigenschaft ist die Bildung eines reichhaltigen, dichten Schaums mit cremigem Charakter, der sich schnell aufbaut und seine Struktur auch in festen Produkten gut hält.
Dosierung: 1 – 50 % je nach Produkttyp. In sprudelnden Badebomben und trockenen Sprudelmischungen wird es im Bereich von 20 – 50 % eingesetzt, wo es beim Kontakt mit Wasser einen satten Schaum bildet. In Shampoos, Duschgelen und Schaumbädern genügen 5 – 20 %, üblicherweise als Bestandteil eines Systems mit weiteren Tensiden. In milden Baby- oder Abwaschprodukten genügen 1 – 5 %.
pH der Formulierung: Der optimale Bereich liegt bei pH 5,0 – 7,0. Außerhalb dieses Bereichs — insbesondere in deutlich saurer Umgebung — kann es zu Instabilität des Tensidsystems oder zu Veränderungen der Schaumbildung kommen. Die Kompatibilität mit Säuren (AHA, BHA) sollten Sie stets in der konkreten Rezeptur überprüfen.
Verarbeitungstemperatur: SLSA wird bei Temperaturen von bis zu 70 °C verarbeitet. In flüssigen Systemen wird es in die Wasserphase eingearbeitet, idealerweise in eine warme Lösung (40 – 60 °C), in der es sich schneller löst. In festen Produkten wird es ohne Erhitzen direkt in die Trockenmischung gegeben.
Kompatibilität: Es arbeitet gut mit amphoteren Tensiden (z. B. Cocamidopropylbetain) und nichtionischen Tensiden zusammen, die seinen Reinigungscharakter abmildern und den Hautkomfort erhöhen. Die Kombination mit Betain ist bei Shampoos und Duschgelen üblich. Eine höhere Elektrolytkonzentration kann die Viskosität des Systems beeinflussen.
Viskosität: Allein erzeugt SLSA keine stark viskosen Formulierungen — die Viskosität sollte in einem separaten Schritt mit einem Verdickungsmittel oder mit Elektrolyten eingestellt werden.
Konservierung: Wässrige Formulierungen mit SLSA erfordern eine Konservierung. Feste Trockengemische (Badebomben, Pulver) sind ohne Wasser stabiler, doch bei Kontamination oder Feuchtigkeit ist auch dort ein Konservierungsmittel sinnvoll.
Es ist ungeeignet für wasserfreie Produkte (Balsame, Öle, anhydre Seren) und für Produkte, bei denen kein Schaum erwünscht ist (einige Mizellenwässer, Reinigungsöle).
Bei festen Produkten wird SLSA direkt in der Trockenphase eingemischt. Es ist relativ hygroskopisch — lagern Sie es in geschlossenen Behältern und arbeiten Sie zügig in einer Umgebung mit niedriger Luftfeuchtigkeit. Längerer Kontakt mit feuchter Luft verursacht Klumpenbildung und eine teilweise vorzeitige Aktivierung.
Bei flüssigen Produkten wird das Pulver am besten vorab in warmem Wasser (50 – 60 °C) gelöst, bevor weitere Bestandteile hinzugegeben werden. Bei kalter Verarbeitung löst es sich deutlich langsamer und es können ungelöste Klumpen verbleiben, die die Homogenisierung erschweren.
Kombination mit anderen Tensiden verbessert das Gesamtprofil der Formulierung. Reines SLSA kann bei manchen Hauttypen nach dem Abspülen ein leicht straffendes Gefühl hinterlassen — Betain oder Cocamide DEA mildern diesen Effekt und stabilisieren gleichzeitig den Schaum.
Einfluss auf Duft und Farbe: SLSA ist in der Formulierung nahezu neutral — es bringt weder eine ausgeprägte Farbe noch einen intensiven Geruch ein, was bei parfümierten Produkten ein Vorteil ist.
Löslichkeit bei höherer Dosierung: Eine Dosierung im oberen Bereich (30 – 50 %) in einem flüssigen System ist ohne Zusatz weiterer Solubilisatoren möglicherweise nicht realistisch — bei solchen Konzentrationen wird SLSA ausschließlich in der festen Phase eingesetzt.
Natriumlaurylsulfat (SLS) und SLSA sind beide anionische Tenside mit Laurylkette, ihre chemische Struktur unterscheidet sich jedoch: SLSA enthält eine Sulfoacetatgruppe, SLS eine Sulfatgruppe. Das Ergebnis ist ein größeres SLSA-Molekül, das weniger in die Haut eindringt — ein Vorteil in Bezug auf die Verträglichkeit. SLSA ist ein etwas weniger aggressives Reinigungsmittel als SLS, wobei es eine vergleichbare Schaumbildung beibehält. Es ist jedoch kein gleichwertiger Ersatz in jeder Anwendung — das Lösungsverhalten, die Viskosität des Systems und die Wechselwirkungen mit anderen Komponenten können sich unterscheiden, daher sollten Sie bei einem Austausch Stabilität und Sensorik in der jeweiligen Rezeptur überprüfen.