Neu im Angebot!
Nakúp ešte za 23,50€a dopravu máš zadarmo
Sie haben noch kein Konto bei uns?
Sie duschen, reinigen Ihre Haut, hydratisieren. Und trotzdem wirkt die Haut müde, sie fühlt sich rau an und die Creme scheint nur auf ihr zu schweben, anstatt einzuziehen. Wo liegt der Fehler?
Oft nicht in dem, was Sie der Haut geben, sondern in dem, was sie nicht verlässt. Auf der Oberfläche sammeln sich abgestorbene Hautzellen an, die der Körper auf natürliche Weise abschilfert, aber nicht immer damit Schritt hält. Die Schicht abgestorbener Zellen kann die Haut dann matter und rauer erscheinen lassen und auch beeinflussen, wie sich Kosmetik auf ihr verteilen und einziehen lässt.
Genau hier kommt die Exfoliation ins Spiel. In diesem Artikel betrachten wir beide Wege, den mechanischen und den chemischen, erklären, wie jeder von ihnen funktioniert, und vor allem, worauf Sie dabei achten sollten, damit Sie der Haut helfen und nicht schaden.
Inhalt
Die Haut erneuert sich ständig. Neue Zellen entstehen in den tieferen Schichten der Haut, wandern allmählich an die Oberfläche und die obersten lösen sich schließlich auf natürliche Weise und schilfern ab. Dieser Prozess wird natürliche Desquamation [4] genannt und einer gesunden Haut muss man unter normalen Umständen dabei nicht helfen.
Mit zunehmendem Alter, bei trockener Haut oder durch äußere Umwelteinflüsse kann die natürliche Abschilferung jedoch weniger reibungslos ablaufen. Abgestorbene Zellen können dann länger auf der Oberfläche verbleiben und das Ergebnis kennen Sie: die Haut wirkt rauer, matter und ihre Textur ist weniger gleichmäßig.
Exfoliation ist die gezielte Entfernung abgestorbener Zellen von der Hautoberfläche. Im Grunde unterstützen wir damit einen Prozess, der in der Haut von Natur aus abläuft.
In der Kosmetik werden zwei grundsätzlich unterschiedliche Wege verwendet:
Keine von beiden ist „die bessere“. Jede hat ihre Logik, ihre Stärken und ihre Risiken. Schauen wir sie uns an.
Mechanisches Peeling ist die älteste und intuitivste Form der Exfoliation. In eine Basis, die Öl, Gel, Butter oder Seifenmasse sein kann, werden abrasive Partikel eingearbeitet. Bei der Massage der Haut lösen diese Partikel durch Reibung abgestorbene Zellen von ihrer Oberfläche. Das Ergebnis ist sofort: Nach dem Abspülen fühlt sich die Haut glatter an.
In hausgemachter und handwerklicher Kosmetik werden verschiedene natürliche Abrasiva verwendet, von sehr feinen Pulvern bis hin zu gröberen Körnern für den Körper. Für das Gesicht eignet sich gemahlenes Hagebuttenpulver in BIO-Qualität, ein feines Exfoliant aus zerkleinerten Hagebuttensamen, das auch empfindlichere Haut verträgt. Gemahlenes Bimssteinpulver eignet sich zum Beispiel für Peelingseifen und Körperprodukte, wobei die Intensität des Peelings vor allem von der Partikelgröße bestimmt wird. Für den Körper haben sich auch Salzpeelings bewährt, sei es aus grobkörnigem Meersalz, Salz aus dem Toten Meer oder fein gemahlenem Himalayasalz, wobei Sie die Körnung je nach Intensität wählen, die die Haut verträgt. Es gilt eine einfache Regel: Je feiner und empfindlicher die Partie, desto feiner und kleiner die Partikel.
Und worauf sollten Sie achten? Das größte Risiko des mechanischen Peelings sind scharfe, unregelmäßige Partikel und zu starker Druck bei der Massage. Zu grobe oder scharfe Partikel können in Kombination mit starkem Druck die Haut reizen und ihre Schutzbarriere unnötig stören. Daher wählt man für Peelings empfindlicherer Partien gemahlene, abgerundete oder feinkörnige Materialien und massiert mit leichten kreisenden Bewegungen ohne Druck. Peeling ist kein Schleifpapier, arbeiten sollen die Partikel, nicht die Kraft Ihrer Hand.
Chemische Exfoliation kommt ohne Reibung aus und kann bei richtig eingestellter Konzentration und pH-Wert sehr mild sein. Das bedeutet jedoch nicht, dass sie automatisch schonender ist als mechanisches Peeling — bei Säuren entscheidet nicht nur, welche Sie verwenden, sondern auch, wie viel davon im Produkt enthalten ist und bei welchem pH-Wert sie wirkt. Aktive Stoffe helfen, den „Klebstoff“ zu lösen, der abgestorbene Zellen zusammenhält, und diese lösen sich dann leichter von der Oberfläche.
Die bekannteste Gruppe sind AHA-Säuren (Alpha-Hydroxysäuren), die wasserlöslich sind und an der Hautoberfläche wirken. Glykolsäure gehört zu den kleinsten AHA-Säuren und gleichzeitig zu den intensiveren, daher muss man bei ihr besonders auf die Konzentration und den endgültigen pH-Wert des Produkts achten. Eine mildere Alternative ist Milchsäure, deren Salz, Lactat, ein natürlicher Bestandteil des Natural Moisturizing Factor der Haut ist. Milchsäure wird daher häufig dort eingesetzt, wo wir Exfoliation mit einem sanfteren Ansatz für trockene oder empfindlichere Haut verbinden wollen.
Ein fertiger Komplex mehrerer AHA-Säuren kann die Formulierung deutlich vereinfachen: Anstelle einzelner Säuren fügen Sie der Rezeptur einen Rohstoff in der vom Hersteller empfohlenen Dosierung hinzu. Auch hier muss am Ende jedoch der pH-Wert des fertigen Produkts überprüft und korrekt eingestellt werden.
Die zweite Gruppe sind BHA-Säuren (Beta-Hydroxysäuren), deren typischer Vertreter Salicylsäure ist. Im Unterschied zu AHA ist Salicylsäure fettlöslich und eignet sich daher gut bei öligerer Haut und Haut mit Tendenz zu verstopften Poren.
Neben AHA und BHA gibt es auch die enzymatische Exfoliation, bei der proteolytische Enzyme, zum Beispiel Papain aus Papaya oder Bromelain aus Ananas, beim Lösen abgestorbener Zellen helfen. Sie bauen Proteinstrukturen ab, die an der Kohäsion der Zellen in der obersten Hautschicht beteiligt sind, und unterstützen so deren Abschilferung. [3]
Eine weitere Gruppe sind PHA — Polyhydroxysäuren. Chemisch sind sie mit AHA verwandt und unterstützen ähnlich wie diese die natürliche Abschilferung abgestorbener Zellen von der Hautoberfläche [1]. Sie haben jedoch größere Moleküle und dringen daher langsamer in die Haut ein und wirken in der Regel milder. Von den PHA wird in der Kosmetik vor allem Gluconolacton verwendet, dessen Hydroxylgruppen Wasser binden, sodass es neben der Exfoliation auch zur Hydratation der Haut beiträgt. In wässrigem Milieu wandelt es sich nach und nach in Gluconsäure um, weshalb sich nach seiner Zugabe auch der pH-Wert der Formulierung ändern kann.
Wenn Sie zwischen dem mechanischen und dem chemischen Weg schwanken, beginnen Sie bei Ihrer eigenen Haut, nicht bei dem, was gerade im Trend liegt.
Mechanische und chemische Exfoliation lassen sich auch kombinieren, aber mit Maß. Wenn Sie mit Exfoliation erst beginnen, wechseln Sie sie lieber nicht zu häufig ab und schichten Sie nicht mehrere intensive Peelings gleichzeitig. Rötung, Brennen, Spannungsgefühl oder Schuppung sind ein Signal dafür, dass die Haut eine Pause braucht.
Wenn Sie Peelings selbst herstellen, lohnt es sich, einige Grundsätze zu verstehen, die über das Ergebnis entscheiden.
Beim mechanischen Peeling sind vor allem Größe und Form der Partikel entscheidend. Feine Abrasiva gehören auf empfindlichere Partien, grobere Körnung eher auf Körper, Füße oder Ellenbogen. Die Art der Einarbeitung hängt dann vom jeweiligen Abrasiv und von der Basis ab, in die Sie es einarbeiten.
Salz- und Zuckerpeelings in einer rein öligen Basis enthalten kein Wasser, was ihre Konservierung vereinfacht. Achten Sie jedoch auf die Anwendung: Wenn Sie regelmäßig mit nassen Fingern in den Tiegel greifen oder Duschwasser hineingelangt, ändern sich die Bedingungen. Auch bei einem wasserfreien Produkt ist es daher wichtig, daran zu denken, wie es tatsächlich verwendet wird.
Beim chemischen Peeling ist nicht nur die Menge der Säure entscheidend, sondern auch der pH-Wert der fertigen Formulierung. Je saurer das Milieu, desto größer ist der Anteil der Säure, der in der Form verbleibt, in der sie exfolieren kann — gleichzeitig steigt jedoch auch das Risiko einer Reizung. Daher sagt die Angabe „5 % AHA“ allein noch nicht, wie intensiv das Produkt sein wird. [2] Zwei Formulierungen mit der gleichen Säuremenge, aber unterschiedlichem pH-Wert können sich auf der Haut sehr unterschiedlich verhalten.
Bei der Einstellung von Konzentration und pH-Wert ist außerdem zu berücksichtigen, wie lange das Produkt auf der Haut verbleibt und ob es abgewaschen wird. Richten Sie sich daher immer nach der empfohlenen Dosierung und dem pH-Bereich des jeweiligen Rohstoffs, nicht nach einem allgemeinen Rezept für alle Säuren.
Bei Salicylsäure ist zudem zu beachten, dass ihre Verwendung und die maximalen Konzentrationen in Kosmetika je nach Produkttyp durch die europäische Gesetzgebung geregelt sind.
Und eine Regel über alle anderen: Testen Sie jedes neue Peeling, insbesondere ein Säurepeeling, zunächst auf einer kleinen Hautstelle. Bei regelmäßiger Anwendung von AHA-Säuren vergessen Sie außerdem nicht auf den Sonnenschutz. AHA können während der Anwendung die Empfindlichkeit der Haut gegenüber UV-Strahlung erhöhen. [5]
Mit der Exfoliation ist das Ritual nicht beendet. Nach dem Entfernen eines Teils der oberflächlichen Zellen braucht die Haut keine weitere Dosis intensiver Wirkstoffe, sondern eher Hydratation und sanfte Pflege, die ihre natürliche Schutzbarriere unterstützt.
Für beruhigende Masken und Bäder nach dem Peeling eignet sich zum Beispiel Haferseide, kolloidales Hafermehl, das für seine hautglättende Wirkung bekannt ist. Danach kann ein hydratisierendes Serum, eine Creme oder ein leichtes Pflanzenöl folgen, je nachdem, was Ihrer Haut entspricht.
Exfoliation ist nur dann sinnvoll, wenn die Haut sie gut verträgt. Wenn sie gerötet, gereizt, von der Sonne verbrannt, verletzt ist oder sich stark schuppt, fügen Sie kein Peeling hinzu. Gönnen Sie ihr zuerst Zeit zur Erholung.
Vorsicht ist auch geboten, wenn Sie bereits andere intensive Wirkstoffe oder eine dermatologische Behandlung verwenden. Mehr Exfoliation bedeutet nämlich nicht ein schnelleres Ergebnis — Sie gelangen sehr leicht an den Punkt, an dem Sie statt glatterer Haut Brennen, Rötung und eine gestörte Hautbarriere erhalten.
Die Theorie überprüfen Sie am besten in der Werkstatt. Für den Körper eignen sich Peeling-Würfel oder ein schäumendes Duschpeeling, bei dem die Reinigung mit einem sanften mechanischen Peeling verbunden wird. Wenn Sie einfach beginnen wollen, schaffen Sie ein Zuckerpeeling mit Aktivkohle in wenigen Minuten, und ein gelartiges Körperpeeling zeigt schön, wie sich Partikel in einer Gelbasis verhalten.
Exfoliation ist kein Pflichtschritt jeder Routine und kein Wettbewerb um die glatteste Haut. Sie ist eine Möglichkeit, ihre natürliche Abschilferung dann zu unterstützen, wenn sie es braucht. Ob Sie zu einem mechanischen Peeling, AHA, BHA oder milderen PHA-Säuren greifen, es gilt dieselbe Regel: Beginnen Sie sanft und beobachten Sie, wie die Haut reagiert.
Das Ziel ist nämlich nicht, so viel wie möglich von der Oberfläche zu entfernen. Die Hornschicht ist Teil der natürlichen Schutzbarriere der Haut und eine gesunde Haut braucht sie. Ein gutes Peeling erkennen Sie daher nicht nur am glatteren Gefühl nach der Anwendung, sondern auch daran, dass die Haut ruhig bleibt, ohne Brennen, Rötung und unangenehmes Spannungsgefühl.