Seife im Heißverfahren entsteht sehr ähnlich wie Seife im Kaltverfahren – mit dem Unterschied, dass der Prozess bei erhöhter Temperatur abläuft. Die Seife hat nach dem Verseifungsprozess sofort den gewünschten pH-Wert, sodass vor ihrer Verwendung eine kürzere Reifezeit genügt. Wir zeigen die gesamte Vorgehensweise Schritt für Schritt, von der Hydroxidlösung bis zum Schneiden der fertigen Stücke.
Über diese Anleitung
Der Herstellungsprozess von Seife im Heißverfahren ist dem Kaltverfahren sehr ähnlich, mit dem Unterschied, dass er bei erhöhter Temperatur abläuft. Die Seife hat nach dem Verseifungsprozess sofort den gewünschten pH-Wert. Vor ihrer Verwendung reicht daher eine kürzere Reifezeit.
Ein kleiner Nachteil ist das Einfärben, da die entstandene Masse relativ dickflüssig ist und schnell aushärtet – wir können nicht so schöne Muster erzeugen wie beim Kaltverfahren.
Die wichtigsten Vorteile
- Sofort der gewünschte pH-Wert
Die Seife hat nach dem Verseifungsprozess sofort den gewünschten pH-Wert.
- Kürzere Reifezeit
Vor der Verwendung der Seife reicht eine kürzere Reifezeit als beim Kaltverfahren.
- Der Prozess unter Kontrolle
Den Verlauf der Verseifung verfolgen Sie direkt während der Herstellung – die Mischung kontrollieren Sie etwa alle 15 Minuten und den pH-Wert messen Sie mit pH-Streifen.
- Duft und Kräuter erst zum Schluss
Ätherisches Öl und getrocknete Kräuter werden erst nach dem Abnehmen von der Wärmequelle zugegeben, wenn die Seife eine niedrigere Temperatur hat als die Verdampfungstemperatur des jeweiligen Öls.
- Leicht erhältliche Rohstoffe
Demineralisiertes Wasser und natriumhydroxid/">Natriumhydroxid kaufen Sie in einer gewöhnlichen Drogerie; darüber hinaus benötigen Sie Oliven-, Kokos- und Rizinusöl, ätherisches Öl und getrockneten Lavendel.
Produkteigenschaften
Was wir benötigen
Wir bereiten alle benötigten Rohstoffe vor, in unserem Fall demineralisiertes Wasser und Natriumhydroxid (beide Rohstoffe kaufen Sie in einer gewöhnlichen Drogerie), Olivenöl, Kokosöl, Rizinusöl, ätherisches Öl – Lavendel, getrockneter Lavendel, pH-Indikatorpapier, Thermometer, Schutzausrüstung – Handschuhe, Gesichtsmaske, Schutzbrille.

Natriumhydroxid und demineralisiertes Wasser
Die Natriumhydroxidlösung ist das Erste, was wir bei der Herstellung vorbereiten. Natriumhydroxid schütten wir in das demineralisierte Wasser – niemals umgekehrt – und die entstandene Lösung lassen wir auf ca. 35 °C abkühlen, da sie eine hohe Temperatur hat.
Ölmischung
Während das Hydroxid abkühlt, bereiten wir die Ölmischung vor. Wir wiegen die benötigte Menge Olivenöl ab und fügen Kokosöl und Rizinusöl hinzu. Wir verwenden ein Gefäß, das für ein Wasserbad geeignet ist – in unserem Fall eine Metallschüssel.
Zum Olivenöl geben wir Kokosöl und Rizinusöl. Die abgewogenen Öle geben wir ins Wasserbad, feste Öle lassen wir schmelzen. Die Öle sollten die gleiche Temperatur wie die Hydroxidlösung erreichen.
Duft und Dekoration
Nach dem Abschluss der Verseifung und dem Abnehmen von der Wärmequelle kommt das Zugeben der ätherischen Öle – in unserem Fall Lavendel – und der getrockneten Kräuter an die Reihe. Ätherische Öle haben unterschiedliche Verdampfungstemperaturen, daher ist es wichtig, dass die Seife eine niedrigere Temperatur hat, als die Verdampfungstemperatur des jeweiligen ätherischen Öls beträgt. Zur Dekoration haben wir getrocknete Lavendelblüten verwendet.
pH-Messung und Schutzausrüstung
Den Verseifungsprozess lassen wir so lange ablaufen, bis der pH-Wert der Mischung ca. 8 beträgt – deshalb ist pH-Indikatorpapier ein unverzichtbares Hilfsmittel. Bereiten Sie außerdem ein Thermometer und Schutzausrüstung vor: Handschuhe, Gesichtsmaske und Schutzbrille.
Sicherheit beim Umgang mit Hydroxid
Vor der Herstellung legen wir die Schutzausrüstung an – Handschuhe, Gesichtsmaske und Schutzbrille. Die Hydroxidlösung bereiten wir im Ausguss zu.
WIR SCHÜTTEN IMMER DAS HYDROXID INS WASSER, NICHT UMGEKEHRT. Wir rühren das Hydroxid um, die Dämpfe nicht einatmen. Die Lösung wird am besten in einem belüfteten Raum bzw. bei offenem Fenster zubereitet.
Das entstandene Hydroxid hat eine hohe Temperatur, daher lassen wir es auf ca. 35 °C abkühlen.
Vorgehensweise
Vorbereitung der Rohstoffe und der Hydroxidlösung
- Vorbereitung der Rohstoffe
Wir bereiten alle benötigten Rohstoffe vor: demineralisiertes Wasser und Natriumhydroxid, Olivenöl, Kokosöl, Rizinusöl, ätherisches Öl – Lavendel, getrockneter Lavendel, pH-Indikatorpapier, Thermometer und Schutzausrüstung – Handschuhe, Gesichtsmaske, Schutzbrille.
- Schutzausrüstung und Wasser
Vor der Herstellung legen wir die Schutzausrüstung an. Als Erstes bereiten wir die Natriumhydroxidlösung vor – wir wiegen die benötigte Menge demineralisierten Wassers ab.
- Abwiegen des Hydroxids
In einem weiteren Gefäß wiegen wir die benötigte Menge Natriumhydroxid ab.
- Hydroxidlösung ca. 35 °C
Im Ausguss schütten wir das Hydroxid in das demineralisierte Wasser. Achtung, WIR SCHÜTTEN IMMER DAS HYDROXID INS WASSER, NICHT UMGEKEHRT. Wir rühren das Hydroxid um, die Dämpfe nicht einatmen. Die Lösung wird am besten in einem belüfteten Raum bzw. bei offenem Fenster zubereitet. Das entstandene Hydroxid hat eine hohe Temperatur, daher lassen wir es auf ca. 35 °C abkühlen.



Ölmischung und Verbindung mit dem Hydroxid
- Ölmischung
Während das Hydroxid abkühlt, bereiten wir die Ölmischung vor. Wir wiegen die benötigte Menge Olivenöl ab, fügen Kokosöl und Rizinusöl hinzu. Wir verwenden ein Gefäß, das für ein Wasserbad geeignet ist (in unserem Fall eine Metallschüssel).
- Schmelzen im Wasserbad
Die abgewogenen Öle geben wir ins Wasserbad, feste Öle lassen wir schmelzen. Die Öle sollten die gleiche Temperatur wie die Hydroxidlösung erreichen.
- Eingießen der Lösung
Wir gießen die Hydroxidlösung langsam in die Ölmischung, die wir zunächst mit einem Spatel umrühren.
- Rühren bis zur „Spur“
Wenn die Öle mit dem Hydroxid vermischt sind, verwenden wir einen Stabmixer, um sie zu verbinden. Wir rühren, bis eine „Spur“ entsteht.








Verseifung und pH-Kontrolle
- Mischung im Wasserbad
Die Mischung im Zustand der „Spur“ decken wir mit Alufolie ab und lassen sie im Wasserbad bei niedriger Hitze.
- Laufende Kontrolle alle 15 Minuten
Wir kontrollieren die Mischung regelmäßig, etwa alle 15 Minuten. Nach und nach läuft der Verseifungsprozess ab. Wir rühren die Seife um, damit sie nicht überkocht.
- pH-Messung pH ca. 8
Nach und nach verseift die gesamte Mischung – die Seife ist fast fertig. Den Verseifungsprozess lassen wir so lange ablaufen, bis der pH-Wert der Mischung ca. 8 beträgt. Den pH-Wert messen wir, indem wir eine kleinere Menge der Mischung entnehmen, einen pH-Streifen hineintauchen und ihn anhand der Skala auf der Verpackung der pH-Streifen vergleichen.



Duft, Form und Reifung
- Ätherisches Öl und Kräuter
Wenn der Verseifungsprozess abgeschlossen ist, nehmen wir die Seife von der Wärmequelle. Nun folgt das Zugeben der ätherischen Öle und in unserem Fall auch der getrockneten Kräuter. Ätherische Öle haben unterschiedliche Verdampfungstemperaturen, daher ist es wichtig, dass die Seife eine niedrigere Temperatur hat, als die Verdampfungstemperatur des jeweiligen ätherischen Öls beträgt. Wir fügen das ätherische Öl und die getrockneten Kräuter hinzu.
- Gießen in die Form 24 Stunden
Die so vorbereitete Seife gießen wir in eine mit Backpapier ausgelegte Form; zur Dekoration haben wir getrocknete Lavendelblüten verwendet. Die fertige Seife decken wir ab und lassen sie 24 Stunden ruhen.
- Schneiden und Trocknen etwa 2 Wochen
Nach 24 Stunden nehmen wir die Seife aus der Form und schneiden sie in die gewünschten Stücke. Die so vorbereitete Seife lassen wir noch etwa 2 Wochen trocknen, damit das Restwasser verdunsten kann.




Häufige Fragen zur Seifenherstellung im Heißverfahren
Praktische Fragen zum Heißverfahren – der Unterschied zum Kaltverfahren, der pH-Wert, die Zubereitung der Hydroxidlösung und die Reifung der Seife.
Worin unterscheidet sich das Heißverfahren vom Kaltverfahren?
Es ist ihm sehr ähnlich, mit dem Unterschied, dass es bei erhöhter Temperatur abläuft. Die Seife hat nach dem Verseifungsprozess sofort den gewünschten pH-Wert, sodass vor der Verwendung eine kürzere Reifezeit genügt.
Warum lassen sich bei Seife im Heißverfahren schlechter Muster erzeugen?
Ein kleiner Nachteil ist das Einfärben: Die entstandene Masse ist relativ dickflüssig und härtet schnell aus, sodass wir nicht so schöne Muster erzeugen können wie beim Kaltverfahren.
Wie bereitet man die Hydroxidlösung richtig zu?
Im Ausguss schütten wir das Hydroxid in das demineralisierte Wasser – wir schütten immer das Hydroxid ins Wasser, nicht umgekehrt. Wir rühren das Hydroxid um, atmen die Dämpfe nicht ein und bereiten die Lösung in einem belüfteten Raum bzw. bei offenem Fenster zu. Die entstandene Lösung hat eine hohe Temperatur, daher lassen wir sie auf ca. 35 °C abkühlen.
Bei welchem pH-Wert ist die Seife fertig?
Den Verseifungsprozess lassen wir so lange ablaufen, bis der pH-Wert der Mischung ca. 8 beträgt. Den pH-Wert messen wir, indem wir eine kleinere Menge der Mischung entnehmen, einen pH-Streifen hineintauchen und ihn anhand der Skala auf der Verpackung der pH-Streifen vergleichen.
Wann gibt man das ätherische Öl hinzu?
Erst wenn der Verseifungsprozess abgeschlossen ist und die Seife von der Wärmequelle genommen wurde. Ätherische Öle haben unterschiedliche Verdampfungstemperaturen, daher ist es wichtig, dass die Seife eine niedrigere Temperatur hat als die Verdampfungstemperatur des jeweiligen ätherischen Öls.
Wie lange reift die Seife?
Die fertige Seife decken wir ab und lassen sie in der Form 24 Stunden ruhen. Danach nehmen wir sie heraus, schneiden sie in die gewünschten Stücke und lassen sie noch etwa 2 Wochen trocknen, damit das Restwasser verdunsten kann.
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