Handgemachte Seife lässt sich auf drei Arten herstellen — aus einer vorgefertigten Seifenbasis, im Kaltverfahren und im Heißverfahren. Jede davon hat einen anderen Schwierigkeitsgrad, einen anderen Ablauf und braucht unterschiedlich lange, bis die Seife einsatzbereit ist. Wir stellen Ihnen alle drei kurz vor, damit Sie wissen, welchen Weg Sie einschlagen möchten.
Über diesen Artikel
Den Artikel hat Lucia für Sie vorbereitet — eine kreative Seele, die gerne verschiedene Techniken ausprobiert. Wir gehen darin die drei grundlegenden Methoden der Seifenherstellung durch, worin sie sich unterscheiden und was Sie von ihnen erwarten können: das Schmelzen der Seifenbasis, das Kaltverfahren und das Heißverfahren.

Wie beginnt man mit der Herstellung von handgemachter Seife?
Sie reizt die Herstellung von hausgemachter Kosmetik, insbesondere Seife, und Sie wissen nicht, wie Sie anfangen sollen? Mit der Seifenherstellung bin ich schon vor längerer Zeit in Berührung gekommen. Damals habe ich mir eine Seifenbasis, ein Farbmittel und eine Essenz gekauft, alles miteinander vermischt und fertig war es.
Als ich nach Jahren zu dem Gedanken zurückkehrte, meine eigene Seife herzustellen, begann ich im Internet verschiedene Möglichkeiten zu studieren. Die Seifenherstellung hat mich verzaubert, ich wollte wirklich alles ausprobieren. Seife kann auf drei Arten hergestellt werden, diese würde ich Ihnen gerne kurz näherbringen.
Die wichtigsten Vorteile
- Drei Wege zur eigenen Seife
Seife lässt sich auf drei Arten herstellen — aus einer Seifenbasis, im Kaltverfahren und im Heißverfahren.
- Sofort fertige Seife
Bei der Seifenbasis reicht es, die Masse zu schmelzen, in eine Form zu gießen und aushärten zu lassen — die Seife ist sofort einsatzbereit.
- Eigene Auswahl der Öle
Beim Kaltverfahren wählen Sie die Öle selbst aus und können damit die endgültigen Eigenschaften der Seife beeinflussen.
- Schöne Muster
Die Mischung beim Kaltverfahren lässt sich leicht einfärben, deshalb wird dieses Verfahren bei der Herstellung von Seifen mit verschiedenen Mustern bevorzugt.
- Kürzere Reifezeit
Seife aus dem Heißverfahren hat nach der Verseifung sofort den gewünschten pH-Wert, vor der Verwendung reicht daher eine kürzere Reifezeit.
Vergleich der Verfahren
Seifenherstellung aus Seifenbasis
Im Grunde handelt es sich um das Schmelzen einer vorgefertigten Seifenbasis. Seifenbasen sind in verschiedenen Zusammensetzungen erhältlich — transparent, mit Ziegenmilchanteil, Glycerin…
In die geschmolzene Masse können Sie nach Wunsch Essenzen, Farbmittel und Kräuter hinzufügen.
Die so vorbereitete Masse gießen Sie in eine Form und lassen sie aushärten. Die Seife ist sofort einsatzbereit. Ausführlicher widmen wir uns diesem Verfahren im Artikel Seifenherstellung aus Seifenbasis.
Seifenherstellung im Kaltverfahren
Dieses Verfahren ist bereits relativ anspruchsvoller. Es handelt sich um eine Reaktion zwischen Fettsäuren (Ölen) und einer Lauge (Natriumhydroxid-Lösung). Der Vorteil einer solchen Herstellung ist auf jeden Fall die Möglichkeit der Auswahl von Ölen, also die Möglichkeit, die endgültigen Eigenschaften der Seife zu beeinflussen. Die Mischung lässt sich leicht einfärben, deshalb wird dieses Herstellungsverfahren bei der Herstellung von Seifen mit verschiedenen Mustern bevorzugt. Öle und Laugenlösung reagieren bei Raumtemperatur miteinander, der Prozess verläuft langsamer. Die Seife muss mehrere Wochen reifen, damit sie den gewünschten pH-Wert und die Härte erreicht.
Seifenherstellung im Heißverfahren
Das Heißverfahren ist dem Kaltverfahren sehr ähnlich, mit dem Unterschied, dass es bei erhöhter Temperatur abläuft. Die Seife hat nach dem Verseifungsprozess sofort den gewünschten pH-Wert. Vor ihrer Verwendung reicht daher eine kürzere Reifezeit. Ein kleiner Nachteil ist das Einfärben, da die entstandene Masse relativ dick ist und schnell aushärtet, können wir nicht so schöne Muster erzeugen wie beim Kaltverfahren.
Häufige Fragen zur Seifenherstellung
Praktische Fragen zu den drei Herstellungsverfahren — von der Wahl des Verfahrens über die Reifung der Seife bis hin zu farbigen Mustern.
Welche grundlegenden Methoden zur Herstellung von handgemachter Seife gibt es?
Seife lässt sich auf drei Arten herstellen — durch das Schmelzen einer vorgefertigten Seifenbasis, im Kaltverfahren und im Heißverfahren.
Welches Verfahren ist für den Anfang am einfachsten?
Die Arbeit mit der Seifenbasis. Die Masse muss nur geschmolzen, nach Wunsch mit Essenzen, Farbmitteln oder Kräutern versetzt, in eine Form gegossen und ausgehärtet werden — die Seife ist sofort einsatzbereit. Das Kalt- und das Heißverfahren sind bereits relativ anspruchsvoller.
Warum muss Seife aus dem Kaltverfahren reifen?
Öle und Laugenlösung reagieren bei Raumtemperatur miteinander und der Prozess verläuft langsamer. Die Seife muss deshalb mehrere Wochen reifen, damit sie den gewünschten pH-Wert und die Härte erreicht.
Welches Verfahren eignet sich am besten für farbige Muster?
Das Kaltverfahren — die Mischung lässt sich leicht einfärben, deshalb wird es bei der Herstellung von Seifen mit verschiedenen Mustern bevorzugt. Beim Heißverfahren ist die entstandene Masse relativ dick und härtet schnell aus, so schöne Muster können wir dabei also nicht erzeugen.
Was kann ich der geschmolzenen Seifenbasis hinzufügen?
Nach Wunsch Essenzen, Farbmittel und Kräuter. Die Seifenbasen selbst sind zudem in verschiedenen Zusammensetzungen erhältlich — transparent, mit Ziegenmilchanteil, Glycerin…
Fazit
Das waren die drei grundlegenden Methoden, wie Sie sich zu Hause Ihre eigene Seife herstellen können. In den nächsten Tagen werden wir Ihnen alle Herstellungsverfahren vorstellen.
Ihre Lucia.
Seifenbasen, Farbmittel und Düfte sowie getrocknete Kräuter aus diesem Artikel finden Sie im Rohstoffangebot von Handymade.



