Die Herstellung von Cremes zu Hause muss nicht kompliziert sein. Wenn Sie sich vor Emulsionen ein wenig fürchten oder sie noch nie hergestellt haben, ist dieses Rezept ideal für den Anfang. Dank des einfachen Vorgehens vermeiden Sie den häufigsten Fehler von Anfängern — eine instabile Emulsion oder das sogenannte „Gerinnen“ der Creme.
Das Rezept hat für uns unsere Kundin und begeisterte Formuliererin Ružena Mrvová vorbereitet, die Himbeerhydrolat, Himbeersamenöl und zwei beliebte aktive Wirkstoffe der modernen Kosmetik kombiniert hat — Centella Asiatica und Hyaluronsäure.
Das Ergebnis ist eine leichte Feuchtigkeitscreme, die sich besonders für die tägliche Anwendung in den wärmeren Monaten eignet. Sie hinterlässt die Haut weich, hydratisiert und angenehm genährt, ohne fettiges Gefühl.
Warum Sie diese Creme lieben werden
Die Rezeptur basiert auf Rohstoffen, die gut zusammen funktionieren und sich gegenseitig ergänzen. Das Ergebnis ist daher ausgewogen und angenehm auf der Haut.
- Hydriert dank Himbeerhydrolat, Glycerin und Hyaluronsäure.
- Hilft, die Haut mit Hilfe von Centella Asiatica und Panthenol zu regenerieren und zu beruhigen.
- Unterstützt die Elastizität und das gesunde Erscheinungsbild der Haut.
- Hat eine leichte, gut einziehende Textur.
- Ist auch für Einsteiger in die Kosmetikformulierung geeignet.
Rezept für 100 g Creme
Die Rezeptur ist entsprechend den Herstellungsschritten in drei Phasen aufgeteilt. Phase A ist die gemeinsame Öl-Wasser-Basis, Phase B bringt die aktiven Wirkstoffe und Phase C vollendet die Creme. Die genaue Reihenfolge der Zugabe ist der Schlüssel zu einer stabilen Emulsion.
Phase A — Basis
- 60 g Himbeerhydrolat
- 10 g Himbeersamenöl
- 8 g Olivem 1000
- 5 g pflanzliches Glycerin
- 5 g unraffinierte Sheabutter
Phase B — aktive Wirkstoffe
- 6 g fermentierter Centella Asiatica-Extrakt
- 0,5 g Hyaluronsäure (XS, unter 10 kDa)
- 2 g D-Panthenol 75-W
Phase C — Vollendung
- 2 g Hagebuttenöl
- 0,5 g natürliches Vitamin E
- 1 g Iscaguard IAF
Tipp für Genauigkeit: Die Rezeptur ist für 100 g, daher entsprechen die Grammangaben den Prozentangaben. Arbeiten Sie immer mit einer präzisen Digitalwaage — bei kleinen Mengen aktiver Wirkstoffe entscheidet auch ein Zehntelgramm.
Schlüssel-Inhaltsstoffe
Centella Asiatica, fermentierter wässriger Extrakt
Centella Asiatica wird auch als „Königin der koreanischen Kosmetik“ bezeichnet. Sie unterstützt die Regeneration der Haut, hilft, Rötungen zu beruhigen, und stärkt die Hautbarriere. Der fermentierte wässrige Extrakt sorgt in dieser Creme für den beruhigenden und regenerierenden Charakter.
Typische Verwendung: Gesichtscremes, Seren, Essenzen, Masken, Produkte für empfindliche Haut.
Herstellungsablauf
1. Arbeitsbereich vorbereiten
Desinfizieren Sie alle Gefäße, Hilfsmittel und Verpackungen gründlich. Arbeiten Sie mit einer präzisen Waage und sauberem Werkzeug.
2. Vorbereitung von Phase A
Wiegen Sie alle Inhaltsstoffe der Phase A in einem Gefäß ab.
Erwärmen Sie die Mischung im Wasserbad, bis sich alle Rohstoffe auflösen und eine homogene Mischung entsteht.
Lassen Sie die Mischung nach dem Herausnehmen aus dem Wasserbad abkühlen und rühren oder schlagen Sie sie zwischendurch mit einem Rührbesen auf.
3. Vorbereitung von Phase B
Mischen Sie in einem zweiten Gefäß den Centella Asiatica-Extrakt, die Hyaluronsäure und das Panthenol, bis eine einheitliche Lösung entsteht.
4. Vereinigung der Phasen
Wenn die Temperatur der Phase A auf ungefähr unter 40 °C gesunken ist, schlagen Sie nach und nach Phase B ein.
Das Vereinen der Phasen bei einer Temperatur unter 40 °C ist das Geheimnis einer stabilen Emulsion. Eine zu heiße Mischung gefährdet empfindliche aktive Wirkstoffe, eine zu kalte verbindet sich schlecht.
5. Vollendung der Rezeptur
Geben Sie zum Schluss Hagebuttenöl, Vitamin E und den Konservierungsstoff Iscaguard IAF hinzu. Mischen Sie die Creme gründlich.
6. Abfüllen
Füllen Sie die fertige Creme in einen desinfizierten Tiegel oder einen Airless-Spender.
Achtung auf die Emulsion: Wenn Sie Phase B in eine zu heiße Phase A einschlagen oder sie auf einmal zugießen, kann die Creme „gerinnen“ und sich trennen. Geben Sie sie nach und nach hinzu und rühren Sie ständig, bis die Mischung glatt und cremig ist.
Tipp der Formuliererin
Ergebnis
Die Himbeercreme hat eine leichte, gut verteilbare Konsistenz und einen zarten gelblichen Farbton. Dank der Kombination aus Centella Asiatica, Hyaluronsäure und Himbeersamenöl bietet sie der Haut Hydratation, Komfort und Unterstützung der Regeneration. Sie ist ideal als Tagescreme, insbesondere im Frühling und Sommer.
Häufige Fragen zur Cremeherstellung
Praktische Fragen aus der heimischen Formulierung — Emulsionsstabilität, Austausch von Rohstoffen, pH-Wert, Haltbarkeit und sichere Verwendung der fertigen Creme.
Was tun, wenn meine Creme „gerinnt“ und sich trennt?
Die häufigste Ursache ist ein zu schnelles oder zu heißes Vereinen der Phasen. Versuchen Sie, die noch warme Mischung gründlich mit einem Stabmixer aufzuschlagen — die Emulsion lässt sich oft retten. Geben Sie bei dem nächsten Versuch Phase B nach und nach hinzu und erst, wenn die Temperatur von Phase A unter 40 °C gesunken ist.
Kann ich Himbeerhydrolat durch ein anderes ersetzen?
Ja. Das Hydrolat bildet die wässrige Phase, daher können Sie es bei gleicher Menge durch ein anderes Hydrolat oder demineralisiertes Wasser ersetzen. Jedes Hydrolat bringt seinen eigenen Charakter und einen dezenten Duft in die Creme.
In welcher Phase füge ich die aktiven Wirkstoffe und den Konservierungsstoff hinzu?
Empfindliche aktive Wirkstoffe (Centella, Hyaluronsäure, Panthenol) fügen Sie in Phase B hinzu, wenn die Mischung unter 40 °C abgekühlt ist. Hagebuttenöl, Vitamin E und den Konservierungsstoff Iscaguard IAF geben Sie erst in Phase C am Schluss — so vermeiden Sie unnötiges Erhitzen empfindlicher Komponenten.
Welchen pH-Wert soll die fertige Creme haben?
Ziel ist ein leicht saurer pH-Wert um 5, der der natürlichen Umgebung der Haut entspricht und zugleich dem Konservierungsstoff auf Basis von Fruchtsäuren entspricht. Überprüfen Sie den Wert mit einem pH-Streifen oder pH-Meter und passen Sie ihn bei Bedarf leicht an.
Wie lange hält eine selbstgemachte Creme und wie soll sie gelagert werden?
Selbstgemachte Cremes mit Wasserphase gehören zu den schnell zu verbrauchenden Produkten. Lagern Sie sie kühl, fern von direktem Licht, in einer sauberen, geschlossenen Verpackung und verbrauchen Sie sie in der Regel innerhalb von einigen Wochen bis Monaten. Jede Veränderung von Geruch, Farbe oder Konsistenz betrachten Sie als Signal, dass die Creme nicht mehr verwendet werden sollte.
In welche Verpackung fülle ich die Creme am besten ab?
Am praktischsten ist eine Airless-Verpackung, die den Kontakt mit Luft und Fingern begrenzt und die Frische der Creme verlängert. Es reicht jedoch auch ein desinfizierter Tiegel — in diesem Fall entnehmen Sie die Creme mit einem sauberen Spatel, nicht mit den Fingern.
Himbeerhydrolat, fermentierte Centella, Hyaluronsäure und feine pflanzliche Öle — alles, was Sie für dieses Rezept benötigen, finden Sie unter den aktiven Wirkstoffen und Rohstoffen im Angebot von Handymade.sk.



