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In der heutigen Zeit erfreuen sich ätherische Öle großer Beliebtheit, wobei sich ihre Anwendung von der traditionellen Aromatherapie auch auf den Bereich der innerlichen Einnahme ausgeweitet hat. Obwohl man sich im Internet und in sozialen Netzwerken häufig mit Empfehlungen zur innerlichen Anwendung von ätherischen Ölen konfrontiert sieht, nimmt die Fachwelt zu diesem Ansatz eine zurückhaltende Haltung ein. In diesem Artikel erklären wir, warum von der innerlichen Anwendung ätherischer Öle in der häuslichen Aromatherapie abgeraten wird, und stellen wissenschaftlich fundierte Argumente in diesem Bereich vor.
Tisserand Institute ist eine international anerkannte Organisation, die von Robert Tisserand, einem der bedeutendsten Experten für die Sicherheit ätherischer Öle, gegründet wurde. Robert Tisserand ist Autor des ersten englischsprachigen Buches über Aromatherapie aus dem Jahr 1977 und Mitautor der zweiten Auflage der Publikation „Essential Oil Safety“, die zum Goldstandard für die Festlegung von Sicherheitsrichtlinien in diesem Bereich geworden ist.
Das Tisserand Institute ist auf die Übertragung der neuesten wissenschaftlichen Forschung in evidenzbasierte Weiterbildung mit Schwerpunkt auf Sicherheit und Nutzen ätherischer Öle spezialisiert. Die Organisation bietet objektive Informationen, die auf wissenschaftlichen Belegen basieren, und trägt damit zur Schaffung sicherer Standards für die Verwendung ätherischer Öle in der gesamten Branche bei. Seine Empfehlungen werden als fachlicher Standard in der internationalen aromatherapeutischen Gemeinschaft angesehen und häufig auch von Regulierungsbehörden und Kosmetikherstellern zitiert.
Eines der Schlüsselargumente gegen die innerliche Anwendung ätherischer Öle ist ihre extreme Konzentration. Ätherisches Öl in der Flasche ist 50–100 Mal konzentrierter als in der Ausgangspflanze. Diese Tatsache hat entscheidende Auswirkungen auf die Anwendungssicherheit.
Zur Veranschaulichung: Ein Tropfen ätherisches Pfefferminzöl entspricht ungefähr 26–28 Tassen Pfefferminztee. Eine solche Konzentration kann eine Reizung der Schleimhäute des Verdauungstrakts verursachen, wobei es bei langfristiger Anwendung zu Schädigungen von Leber oder Nieren kommen kann.
Für die Herstellung von 1 Liter ätherischem Pfefferminzöl werden ungefähr 200–250 kg frische Blätter benötigt. Im Fall von Zitronenmelisse (Melissa officinalis) sind es sogar 3–5 Tonnen Pflanzenmaterial. Dies erklärt den hohen Preis von Melissenöl sowie die extreme Konzentration der wirksamen Stoffe.
Die Bioverfügbarkeit ätherischer Öle bei innerlicher Einnahme beträgt bis zu 95 %, bei Inhalation etwa 50 % und bei Applikation auf die Haut nur circa 5 %. Das bedeutet, dass beim Verschlucken nahezu die gesamte Dosis in den Blutkreislauf gelangt – was eine große Belastung für die Leber und ein Toxizitätsrisiko darstellt.
Viele ätherische Öle enthalten Stoffe, die bei innerlicher Anwendung potenziell toxisch sind. Zu den risikoreichsten zählen:
Oregano (Origanum vulgare):
Thymian (Thymus vulgaris):
Zimtrinde (Cinnamomum verum):
Eukalyptus (Eucalyptus globulus):
Wintergreen (Gaultheria procumbens):
Tea Tree (Melaleuca alternifolia):
Im Gegensatz zu pharmazeutischen Präparaten unterliegen ätherische Öle, die zur innerlichen Einnahme bestimmt sind, keiner strengen Regulierung. Es sind keine standardisierten Dosierungen festgelegt, was zu Situationen führt, in denen Verbraucher nicht über ausreichende Informationen zu sicheren Mengen verfügen.
In der Lebensmittelindustrie werden einige Bestandteile ätherischer Öle als Aromen verwendet (GRAS – Generally Recognized As Safe), jedoch handelt es sich um hochgereinigte Stoffe und um Mikromengen. Das ist grundsätzlich unterschiedlich zur Verwendung üblicher ätherischer Öle, die für Kosmetik oder Aromatherapie verkauft werden. Das Bewerben kosmetischer ätherischer Öle als „für den Verzehr geeignet“ kann im Widerspruch zur Gesetzgebung stehen.
Die innerliche Anwendung ätherischer Öle stellt im Vergleich zu den potenziellen Nutzen ein unverhältnismäßig hohes Risiko dar. Die extreme Konzentration wirksamer Stoffe, die unzureichende Regulierung und die Möglichkeit schwerwiegender Nebenwirkungen machen diese Praxis für die Laienöffentlichkeit gefährlich.
Die innerliche Anwendung ätherischer Öle sollte ausschließlich unter Aufsicht qualifizierter medizinischer Fachkräfte mit entsprechenden Kenntnissen über Aromatherapie und Interaktionen ätherischer Öle stattfinden. In der Europäischen Union werden ätherische Öle nur dann als Nahrungsergänzungsmittel eingestuft, wenn sie strenge Qualitäts- und Sicherheitskriterien erfüllen. Die meisten auf dem Markt verfügbaren ätherischen Öle sind jedoch nicht für die innerliche Anwendung bestimmt, und ihr Verkauf zu diesem Zweck kann im Widerspruch zur Gesetzgebung stehen.
Obwohl viele ätherische Öle aus unserem Sortiment als Nahrungsergänzungsmittel eingestuft sind, empfehlen wir ihre innerliche Anwendung nicht und verkaufen sie ausschließlich für Zwecke der Aromatherapie und der Herstellung von Kosmetika.