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Der Herstellungsprozess von Heißverfahren-Seife ist dem Kaltverfahren sehr ähnlich, mit dem Unterschied, dass er bei erhöhter Temperatur abläuft. Die Seife hat nach dem Verseifungsprozess sofort den gewünschten pH-Wert. Vor ihrer Verwendung reicht daher eine kürzere Reifezeit. Ein kleiner Nachteil ist das Einfärben, da die entstandene Masse relativ dickflüssig ist und schnell aushärtet, sodass wir nicht so schöne Muster erzeugen können wie beim Kaltverfahren.
Vorgehensweise:
1. Wir bereiten alle benötigten Rohstoffe vor, in unserem Fall destilliertes Wasser und Natriumhydroxid (beide Rohstoffe sind in einer gewöhnlichen Drogerie erhältlich), Olivenöl, Kokosöl, Rizinusöl, ätherisches Öl – Lavendel, getrockneter Lavendel, pH-Indikatorpapier, Thermometer, Schutzausrüstung – Handschuhe, Gesichtsmaske, Schutzbrille
2. Vor der Herstellung legen wir die Schutzausrüstung an. Als Erstes bereiten wir die Natriumhydroxid-Lösung vor. Wir wiegen die benötigte Menge destillierten Wassers ab.
3. In einem weiteren Gefäß wiegen wir die benötigte Menge Natriumhydroxid ab.
4. Im Ausguss schütten wir das Hydroxid in das destillierte Wasser, Achtung, WIR SCHÜTTEN IMMER DAS HYDROXID INS WASSER, NICHT UMGEKEHRT. Wir rühren das Hydroxid um, die Dämpfe nicht einatmen. Die Lösung wird am besten in einem belüfteten Raum bzw. bei offenem Fenster zubereitet. Das entstandene Hydroxid hat eine hohe Temperatur, daher lassen wir es auf ca. 35 °C abkühlen.
5. Während das Hydroxid abkühlt, bereiten wir die Ölmischung vor. Wir wiegen die benötigte Menge Olivenöl ab, fügen Kokosöl und Rizinusöl hinzu. Wir verwenden ein Gefäß, das für ein Wasserbad geeignet ist (in unserem Fall eine Metallschüssel).
6. Die abgewogenen Öle geben wir ins Wasserbad, feste Öle lassen wir schmelzen. Die Öle sollten die gleiche Temperatur wie die Hydroxidlösung erreichen.
7. Wir gießen die Hydroxidlösung langsam in die Ölmischung, die wir zunächst mit einem Spatel umrühren.
8. Wenn die Öle mit dem Hydroxid vermischt sind, verwenden wir einen Stabmixer, um sie zu verbinden. Wir rühren, bis eine „Spur“ ("Trace") entsteht.
9. Die Mischung im Trace-Zustand decken wir mit Alufolie ab und lassen sie im Wasserbad bei niedriger Hitze.
10. Wir kontrollieren die Mischung regelmäßig, etwa alle 15 Minuten. Nach und nach läuft der Verseifungsprozess ab. Wir rühren die Seife um, damit sie nicht überkocht.
11. Nach und nach verseift die gesamte Mischung – die Seife ist fast fertig. Wir lassen den Verseifungsprozess so lange ablaufen, bis der pH-Wert der Mischung ca. 8 beträgt. Den pH-Wert messen wir, indem wir eine kleinere Menge der Mischung entnehmen, einen pH-Streifen hineintauchen und ihn anhand der Skala auf der Verpackung der pH-Streifen vergleichen.
12. Wenn der Verseifungsprozess abgeschlossen ist, nehmen wir die Seife von der Wärmequelle. Nun folgt das Zugeben der ätherischen Öle und in unserem Fall auch der getrockneten Kräuter. Ätherische Öle haben unterschiedliche Verdampfungstemperaturen, daher ist es wichtig, dass die Seife eine niedrigere Temperatur hat als die Verdampfungstemperatur des jeweiligen ätherischen Öls. Wir fügen das ätherische Öl und die getrockneten Kräuter hinzu.
13. Die so vorbereitete Seife gießen wir in eine mit Backpapier ausgelegte Form, zur Dekoration haben wir getrocknete Lavendelblüten verwendet. Die fertige Seife decken wir ab und lassen sie 24 Stunden ruhen.
14. Nach 24 Stunden nehmen wir die Seife aus der Form und schneiden sie in die gewünschten Stücke. Die so vorbereitete Seife lassen wir noch etwa 2 Wochen trocknen, damit das Restwasser verdunsten kann.