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Dieser Artikel bietet einen Überblick über die IFRA-Standards, erklärt ihre Bedeutung für die sichere Verwendung von ätherischen Ölen in Kosmetik und Aromatherapie, zeigt, wie man IFRA-Zertifikate liest und wie man die maximal zulässigen Einsatzkonzentrationen in den einzelnen Produkten korrekt bestimmt. Sie erfahren, warum einige Öle auch unverdünnt verwendet werden können, warum andere zu starken Allergenen gehören und welche Bedeutung IFRA für Kosmetikhersteller und Hobby-Formulierer hat.
IFRA ist die Abkürzung für International Fragrance Association – die Internationale Duftstoffvereinigung. Es handelt sich um eine weltweite Organisation, die Hersteller von Parfüms, aromatischen Komponenten und ätherischen Ölen bündelt, mit dem Ziel sicherzustellen, dass Duftstoffe und ätherische Öle für Menschen und Umwelt sicher sind.
Offizielle Website: IFRA – International Fragrance Association
IFRA veröffentlicht die sogenannten IFRA-Standards – Empfehlungen und Grenzwerte für die sichere Verwendung von Duftstoffen und ätherischen Ölen in verschiedenen Produkttypen und Anwendungskategorien.
Viele ätherische Öle enthalten von Natur aus Allergene (z. B. Linalool, Limonen, Eugenol, Citral). Obwohl sie natürlichen Ursprungs sind, können sie bei höheren Konzentrationen Reizungen oder allergische Reaktionen auslösen. IFRA legt auf Grundlage toxikologischer und dermatologischer Daten für einzelne Komponenten und Gemische eine solche Verwendung fest, dass sie wirksam und zugleich sicher ist.
Die IFRA-Standards werden laufend überprüft und an neue wissenschaftliche Erkenntnisse angepasst. Die neueste veröffentlichte Version ist die 51. Amendment (2023). Bei Aktualisierungen kann es zur Aufnahme neuer Stoffe, zur Anpassung maximaler Grenzwerte oder zur Änderung der Kategorisierung kommen.
Jedes ätherische Öl hat ein charakteristisches Komponentenprofil (typischerweise mittels GC/MS bestimmt), aus dem sich mögliche Risiken und der Bedarf an Begrenzungen ergeben.
Im Öl wird der Gehalt der natürlich vorkommenden Allergene (z. B. Linalool, Limonen, Eugenol, Citral) und weiterer sicherheitsrelevanter Komponenten quantifiziert.
IFRA bewertet nicht nur ein einzelnes Allergen isoliert, sondern berücksichtigt das gesamte ätherische Öl als Gemisch. Beispielsweise kann Lavendelöl ungefähr 30 % Linalool enthalten und dennoch in der aktuellen Version die Kennzeichnung „Not Restricted (NR)“ haben, sofern die verfügbaren Daten und Expositionsmodelle mit der sicheren Verwendung des Öls als Ganzes im Einklang stehen. Umgekehrt gelten direkte Grenzwerte für den betreffenden Stoff, wenn dasselbe Allergen separat (als isolierte Substanz) einer Formulierung zugesetzt wird.
IFRA unterscheidet 12 Hauptkategorien (z. B. Parfüms, Cremes, Shampoos, Kerzen, Mundspülungen …). Für jede Kategorie sind maximale zulässige Einsatzkonzentrationen oder die Kennzeichnung NR definiert, die sich auf das Fertigprodukt beziehen.
Ein IFRA-Zertifikat enthält in der Regel:
Praktisches Beispiel: Wenn ein ätherisches Öl für Kategorie 2 (Deodorants und Antitranspirantien) ein Limit von 8 % hat, können Sie in 100 g Creme maximal 8 g dieses Öls einsetzen.
IFRA ist an sich kein Gesetz, aber ihre Standards sind eine Referenzgrundlage für die Gesetzgebung. In der Praxis werden die IFRA-Grenzwerte bei der Markteinführung von Kosmetika respektiert.
NR bedeutet, dass für die betreffende Kategorie keine quantitative Begrenzung festgelegt ist. Allergene müssen jedoch auf dem Etikett deklariert werden, wenn sie die Kennzeichnungsschwelle gemäß Verordnung (EG) Nr. 1223/2009 überschreiten.
IFRA wird laufend entsprechend neuen Daten aktualisiert; die aktuelle Version ist das 51. Amendment (2023). Mit jeder Aktualisierung können sich Grenzwerte oder Kategorisierung ändern.
Fordern Sie bei Ihrem Lieferanten ein IFRA-Zertifikat an. Darin sind die maximal zulässigen Einsatzprozente für die einzelnen Produktkategorien angegeben.
Zum Beispiel wird Lavendelöl im Allgemeinen auch bei lokaler Anwendung gut vertragen, während Zimt, Nelke oder Oregano stark reizend sind und eine strenge Verdünnung erfordern. Die IFRA-Grenzwerte geben Ihnen an, welche Konzentrationen in der jeweiligen Anwendungskategorie sicher sind.
Ja. IFRA definiert Kategorien auch für nicht-pharmazeutische und nicht-kosmetische Produkte (z. B. Kerzen – Kat. 9, Reinigungsmittel – Kat. 10).
Die IFRA-Standards sind ein zentrales Instrument für die sichere und verantwortungsvolle Verwendung ätherischer Öle – sie helfen, korrekt zu dosieren, Grenzwerte für einzelne Kategorien zu interpretieren, Allergene transparent zu deklarieren und Produkte zu entwickeln, die sowohl wirksam als auch sicher sind.