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Fermentation in der Kosmetik hilft, aktive Wirkstoffe verfügbar zu machen, die Bioverfügbarkeit von Extrakten zu verbessern und moderne Hautpflege zu unterstützen. Schauen wir uns an, worin der Unterschied zwischen einem fermentierten und einem nicht fermentierten Extrakt besteht, was Hyperfermentation ist und wie diese Rohstoffe in kosmetischen Formulierungen eingesetzt werden können.
Fermentation gehört zu den interessantesten Richtungen der modernen Kosmetik. Obwohl viele sie vor allem aus Lebensmitteln kennen – aus Joghurt, Kefir, Kimchi oder Kombucha – wächst ihre Bedeutung in kosmetischen Formulierungen sehr schnell.
In der Kosmetik wird Fermentation bei Pflanzenextrakten, aktiven Wirkstoffen, Hydrationskomplexen, Bestandteilen für empfindliche Haut und Rohstoffen eingesetzt, die auf die Unterstützung der Hautbarriere oder des Mikrobioms ausgerichtet sind.
Es handelt sich nicht nur um einen Marketingtrend. Bei einem gut konzipierten Rohstoff kann Fermentation tatsächlich beeinflussen, wie der Wirkstoff für die Haut verfügbar ist, wie gut er sich in die Formulierung einfügt und welchen kosmetischen Effekt er bringen kann.
Fermentierte Extrakte finden daher ihren Platz in Seren, Gesichtswässern, Essenzen, Cremes, Masken und Haarprodukten – überall dort, wo wir mit aktiven Bestandteilen für empfindliche oder beanspruchte Haut arbeiten möchten.
Fermentation ist ein biotechnologischer Prozess, bei dem Mikroorganismen oder Enzyme den ursprünglichen Rohstoff in eine neue, teilweise veränderte Form umwandeln. Ziel ist es, aktive Wirkstoffe verfügbar zu machen, die in der Pflanze ursprünglich gebunden oder schwieriger nutzbar sind.
In der Kosmetik werden am häufigsten Milchsäurebakterien, Hefen oder spezifische Enzyme eingesetzt. Diese können komplexere Stoffe in kleinere Moleküle zerlegen, gebundene aktive Komponenten freisetzen und das Gesamtprofil des Extrakts verändern.
Bei Pflanzenextrakten kann Fermentation den Gehalt an freien Aminosäuren, organischen Säuren, Polyphenolen, Zuckern, Peptiden oder Mineralstoffen beeinflussen. Deshalb spricht man bei fermentierten Rohstoffen oft von einer besseren Bioverfügbarkeit – also davon, wie gut die Haut den Wirkstoff nutzen kann.
Einige aktive Wirkstoffe liegen in Pflanzen in gebundener Form oder als Teil größerer molekularer Komplexe vor. Die Haut kann sie in ihrer ursprünglichen Form möglicherweise nicht gut verwerten.
Fermentation kann diese Stoffe teilweise „aufschließen“ – größere Strukturen werden in kleinere, einfachere und besser lösliche Bestandteile zerlegt. Das bedeutet nicht, dass jeder fermentierte Extrakt automatisch wirksamer ist als jeder nicht fermentierte. Es bedeutet jedoch, dass Fermentation ein sehr nützliches Mittel ist, um das funktionelle Potenzial eines Rohstoffs zu erhöhen.
Der Unterschied zwischen einem fermentierten und einem nicht fermentierten Extrakt ist vor allem im Hinblick auf die Zusammensetzung, die Verfügbarkeit der aktiven Wirkstoffe und den Gesamtcharakter des Rohstoffs wichtig.
Klassischer Pflanzenextrakt, der aus der Pflanze oder einem ihrer Teile mithilfe eines Lösungsmittels – Wasser, Glycerin, Alkohol, Propandiol oder deren Kombination – gewonnen wird.
Er enthält die in der Pflanze natürlich vorkommenden Stoffe: Polyphenole, Flavonoide, Gerbstoffe, Mineralstoffe, organische Säuren, Zucker, Schleimstoffe.
Geeignet dort, wo wir einen klassischen pflanzlichen Nutzen einbringen möchten – antioxidativ, beruhigend, adstringierend, hydratisierend oder tonisierend. Siehe auch Mazerate und Extrakte im Angebot.
Der ursprüngliche Rohstoff oder Extrakt durchläuft einen Fermentationsprozess. Mikroorganismen oder Enzyme verändern seine Zusammensetzung – sie spalten größere Moleküle, setzen gebundene Stoffe frei, es entstehen neue Metabolite.
Das Ergebnis ist ein Extrakt mit einem anderen Profil – sanfter, besser nutzbar, funktionell interessanter.
Geeignet für moderne Formulierungen, die auf Hydratation, Komfort, empfindliche Haut, Unterstützung der Barriere und das Mikrobiom abzielen.
Ein nicht fermentierter Extrakt bringt die natürlichen Stoffe aus der Pflanze. Ein fermentierter Extrakt bringt diese Stoffe nach biotechnologischer Verarbeitung, die ihre Verfügbarkeit und ihr kosmetisches Potenzial verbessern kann.
Fermentierte Rohstoffe werden vor allem dort eingesetzt, wo wir den Komfort der Haut, die Hydratation, die Milde der Formulierung und eine bessere Nutzung der aktiven Wirkstoffe unterstützen möchten. Die konkrete Wirkung hängt von der Art des Rohstoffs, dem verwendeten Mikroorganismus, der Art der Fermentation, der Konzentration und der Gesamtzusammensetzung des Produkts ab.
Die Fermentation zerlegt größere Moleküle in kleinere und setzt in komplexeren Strukturen gebundene Stoffe frei. Der Extrakt weist ein aktiveres und besser verfügbares Profil auf.
Viele fermentierte Extrakte haben ein mildes kosmetisches Profil und fügen sich gut in Formulierungen für empfindlichere oder reaktivere Haut ein.
Während der Fermentation entstehen oder werden Aminosäuren, Zucker und organische Säuren freigesetzt – Stoffe mit hydratisierendem und hautbefeuchtendem Potenzial.
Fermentation kann die Verfügbarkeit polyphenolischer und antioxidativer Stoffe beeinflussen. Interessant bei Produkten für fahle und müde Haut.
Fermentierte, postbiotische und probiotisch orientierte Rohstoffe fügen sich in das moderne Konzept der Hautbarriere und des Mikrobioms ein.
Fermentierte Rohstoffe wirken als modernes technologisches Element – die Rezeptur erhält einen ausgefeilteren Charakter und eine stärkere kommunikative Geschichte.
Fermentation ist kein universeller Einheitsprozess. In der Kosmetik begegnen wir mehreren Arten, je nachdem, welcher Mikroorganismus oder welcher technologische Ablauf verwendet wird.
Hyperfermentation ist eine modernere und intensivere Art der fermentativen Verarbeitung. In der Praxis handelt es sich um einen mehrstufigen, optimierten oder technologisch verbesserten Prozess, dessen Ziel es ist, aktive Stoffe aus dem Rohstoff deutlich besser verfügbar zu machen.
Bei hyperfermentierten Extrakten wird eine höhere Bioverfügbarkeit, bessere kosmetische Performance, ein sanfteres Profil und die Eignung für moderne Formulierungen hervorgehoben.
Sie ist insbesondere mit der asiatischen Kosmetik, K-Beauty-Trends, Essenzen, Tonics, Feuchtigkeitsseren und Produkten für eine empfindliche oder geschwächte Hautbarriere verbunden.
Gerade K-Beauty hat gezeigt, dass moderne Hautpflege nicht nur auf starken exfolierenden Säuren und Retinoiden basieren muss – sie kann auch von Hydratation, Layering, Mikrobiom, Barriere und clever aufbereiteten Pflanzenextrakten handeln.
Bei fermentierten Rohstoffen begegnen wir den Begriffen Probiotika, Präbiotika und Postbiotika. In der Kosmetik werden sie vorsichtiger eingesetzt als in Lebensmitteln – lebende Mikroorganismen sind in Endprodukten technologisch anspruchsvoll in Bezug auf Stabilität und Sicherheit.
Im Sortiment der aktiven Wirkstoffe von Handymade.sk befinden sich mehrere fermentierte oder biofermentierte Rohstoffe, die sich für moderne Gesichts-, Körper- und Haarformulierungen eignen.
Centella Asiatica gehört zu den beliebtesten pflanzlichen Bestandteilen der modernen Kosmetik. Sie ist vor allem aus K-Beauty-Produkten und Rezepturen für empfindliche oder beanspruchte Haut bekannt. Der fermentierte wässrige Extrakt kombiniert den pflanzlichen Charakter von Centella mit fermentativer Verarbeitung – er eignet sich für Formulierungen, die sanft und modern wirken sollen.
Typische Anwendung: Gesichtstonics, Essenzen, Seren, Feuchtigkeitscremes, Masken.
Reiswasser hat vor allem in der asiatischen Haut- und Haarpflege eine lange Tradition. Die fermentierte Version bringt es in eine modernere Form – die Fermentation verändert seine Zusammensetzung und erhöht die Verfügbarkeit einiger natürlich vorhandener Stoffe. Es wird wegen seines hydratisierenden, glättenden und konditionierenden Charakters verwendet.
Typische Anwendung: Gesichtstonics, Essenzen, Haarwässer, Spülungen, Haarmasken.
Aurafirm N ist ein fermentierter aktiver Haferkomplex mit Fokus auf Hautkomfort und mikrobiomorientierte Pflege. Hafer ist in der Kosmetik seit Langem für empfindliche und irritierte Haut bekannt – die fermentative Verarbeitung fügt diesem Konzept eine biotechnologische Dimension hinzu und passt in den Trend der skin-barrier-freundlichen Kosmetik.
Typische Anwendung: empfindliche Haut, Barrierpflege, beruhigende Seren, Körperlotionen, Balsame.
Fermentierte Rohstoffe sind sehr vielseitig. Am häufigsten werden sie in der Wasserphase oder in wasserlöslichen Produkten eingesetzt, aber der konkrete Einsatz hängt immer von der technischen Spezifikation des jeweiligen Rohstoffs ab.
Sie eignen sich für Gesichtstonics, Essenzen, Seren, Feuchtigkeitscremes, Masken und Haarpflege – überall dort, wo das kosmetische Produkt die Möglichkeit hat, einen aktiven Wirkstoff in direkten Kontakt mit der Haut zu bringen.
Eine ideale Kategorie – leichte Textur, hoher Anteil an Wasserphase, erster aktiver Schritt nach der Gesichtsreinigung. Fermentierte Bestandteile unterstützen Hydratation, Komfort und eine sanfte Wirkung ohne schweres Hautgefühl.
Seren ermöglichen es, mit einer höheren Konzentration aktiver Wirkstoffe zu arbeiten. Fermentierte Extrakte lassen sich gut mit Glycerin, Hyaluronsäure, Panthenol, Niacinamid und Betain kombinieren.
In Cremeformulierungen bringen sie einen sanften aktiven Zusatznutzen. Sie eignen sich für Produkte, die Hydratation, Lipide, Emollients und barriereorientierte Bestandteile kombinieren.
Hydratisierende, beruhigende oder aufhellende Masken. In Leave-on-Produkten haben sie genügend Zeit, auf der Haut zu wirken und ihr kosmetisches Potenzial zu entfalten.
Einige fermentierte Rohstoffe – zum Beispiel fermentiertes Reiswasser – sind auch für die Haarpflege interessant. Spülungen, Haarwässer, Masken, Produkte zur Unterstützung von Geschmeidigkeit und Glanz.
Postbiotische und fermentierte Bestandteile fügen sich in das moderne Konzept der skin-barrier-freundlichen Kosmetik ein. Sie unterstützen Komfort und das natürliche Gleichgewicht der Haut ohne aggressive Wirkstoffe.
Bei der Arbeit mit fermentierten Extrakten ist es wichtig, sie als aktive Rohstoffe zu betrachten. Es gilt, die empfohlene Dosierung, pH-Stabilität, Temperaturbeständigkeit, Kompatibilität mit dem Konservierungssystem und die Gesamtstabilität des Endprodukts zu beachten. Die meisten fermentierten Extrakte werden der kühlenden oder Endphase der Formulierung zugesetzt, insbesondere wenn sie empfindlichere bioaktive Stoffe enthalten.
Praktische Fragen aus der Formulierungspraxis – pH-Wert, Herstellungsphasen, Konservierung, Kompatibilität mit weiteren Wirkstoffen und Stabilität des fertigen Produkts.
Die meisten fermentierten Extrakte sind im Bereich von pH 4,5–6,5 stabil, was dem physiologischen pH-Wert der Haut entspricht. Den konkreten Wert solltest du immer in der technischen Dokumentation des Rohstoffs überprüfen – einige Biofermente sind gegenüber einem alkalischen Milieu empfindlich und können bei einem pH-Wert über 7 an Wirksamkeit verlieren.
Am häufigsten in die kühlende oder Endphase bei einer Temperatur unter 40 °C. Empfindlichere Biofermente können bei höheren Temperaturen an Aktivität verlieren, daher werden sie nicht in die heiße Wasser- oder Fettphase eingearbeitet. Eine konkrete Anweisung findest du im TDS des Lieferanten.
Leicht saure oder pH-neutrale Systeme ohne aggressiven Einfluss auf bioaktive Moleküle – zum Beispiel Kombinationen von Pentylenglykol, Ethylhexylglycerin oder komplexe Systeme vom Typ Geogard ECT. Die Kompatibilität wird immer durch einen mikrobiologischen Challenge-Test bestätigt.
Das hängt vom jeweiligen Rohstoff ab. Viele fermentierte Pflanzenextrakte sind vegan und einige besitzen eine COSMOS- oder ECOCERT-Zertifizierung. Diese Information findest du in der Spezifikation des Lieferanten – bei Produkten im Angebot von Handymade.sk ist die Zertifizierung direkt in der Beschreibung angegeben.
Ja, aber mit Vorsicht. Ascorbinsäure benötigt einen niedrigen pH-Wert (3–4), was nicht mit allen Fermenten kompatibel sein muss. Retinol ist licht- und oxidationsempfindlich. In der Praxis werden stabilere Derivate empfohlen – Ascorbylglucosid oder Retinylpalmitat – oder physikalisch getrennte Produkte (morgendliche vs. abendliche Anwendung).
Bei einem geeigneten Konservierungssystem und Lagerung in Kühle und Dunkelheit in der Regel 6–12 Monate ab Herstellungsdatum. Die Stabilität überprüfst du durch einen Challenge-Test und durch Beobachtung von Veränderungen in Farbe, Geruch und Viskosität. Die „Period after opening“ (PAO) beträgt typischerweise 6 Monate.
In Standardkonzentrationen gehören fermentierte Rohstoffe zu den gut verträglichen Bestandteilen. Bei empfindlicher oder atopischer Haut solltest du dem Kunden immer einen Patch-Test empfehlen – insbesondere wenn das Produkt mehrere Wirkstoffe gleichzeitig oder stärkere Duftstoffe enthält.
Fermentation in der Kosmetik verbindet den natürlichen Ursprung der Rohstoffe mit moderner Biotechnologie. Sie hilft, die Verfügbarkeit bestimmter Wirkstoffe zu verbessern, das Profil von Pflanzenextrakten zu verändern und sanfte, funktionelle und gut nutzbare kosmetische Bestandteile zu schaffen.
Fermentierte Extrakte sind kein Wundermittel und keine universelle Antwort auf alles. Sie sind jedoch ein sehr interessantes Werkzeug für Formulierer, die modernere, durchdachtere und wirksamere Kosmetik entwickeln möchten.
Bei der Entwicklung eines Feuchtigkeitsserums, Gesichtstonics, einer Essenz, Creme für empfindliche Haut oder Haarpflege können fermentierte Rohstoffe genau das Detail sein, das der Rezeptur einen höheren Wert verleiht.